Tren­n­mem­bran­sys­tem mit elek­trischer Iso­la­tion der Kapillarübertragung

Hier finden Sie die Spez­i­fika­tio­nen: Isolatorfühler

icon-pdfPDF-​Download

1. Anwen­dung

Dif­feren­z­druckmes­sung an Mem­branzelle der Chloralkali-​Elektrolyse

Füh­ler und Mes­sum­former eines Tren­n­mem­bran­sys­tems sind nor­maler­weise durch die Kap­il­lare elek­trisch lei­t­end ver­bun­den. Im Nor­mal­fall kann davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass der Füh­ler und Mes­sum­former bzw. der zweite Füh­ler bei einer Dif­feren­z­druckmes­sung auf dem gle­ichen elek­trischen Poten­tial liegen.

Liegen bei einem Dif­feren­z­drucksys­tem die bei­den Füh­ler auf unter­schiedlichen elek­trischem Poten­zial, so kommt es über diese Verbindung zu einem Poten­tialaus­gle­ich. Das ist z.B. bei einer Elek­trol­yse, bei der die Druck­d­if­ferenz zwis­chen dem Anoden– und Kath­o­den­raum gemessen wer­den soll, der Fall. Es kommt, wenn die bei­den Füh­ler elek­trisch lei­t­end ver­bun­den sind, zu einem Poten­tialaus­gle­ich über die Kap­il­larverbindung. Das Tren­n­mem­bran­sys­tem mit elek­trischer Iso­la­tion der Kap­il­larverbindung zwis­chen Füh­ler und Mes­sum­former wurde speziell für Dif­feren­z­druck– Mes­sun­gen zur Anwen­dung in der Chloralkali-​Elektrolyse entwickelt.

Bei diesem Ver­fahren wird eine selek­tiv wirk­ende dünne Mem­bran zur Tren­nung des Anoden/​Kathoden-​Raumes ver­wen­det. Abge­se­hen davon, dass dieser Mem­bran­werk­stoff sehr teuer ist, so ist er außer­dem sehr druck­empfind­lich. Aus diesem Grund wird der Dif­feren­z­druck der Elek­trol­y­sezelle überwacht. Die Elek­trol­y­sezellen wer­den mit geringer Span­nung betrieben, wobei allerd­ings hohe Ströme fließen. Wird mit einem nor­malen Tren­n­mem­bran­sys­tem gemessen, so kommt es zu einem Poten­tialaus­gle­ich über das Messsys­tem. Es fließt ein Teil des Stromes über das Messsys­tem und zer­stört das Messgeräts.

Mit der elek­trischen Iso­la­tion von Füh­ler und Mes­sum­former wird das verhindert.

2. Aus­führung
Seit­ens TST wurde hier­für eine elek­trische Iso­la­tion der Kap­il­larüber­tra­gungsleitung entwick­elt. Füh­ler und Mes­sum­former sind damit voneinan­der elek­trisch isoliert.
Bild 1 zeigt im Blockschalt­bild die Anord­nung der Iso­la­tion. Die Iso­la­toren sind entweder direkt am Füh­ler oder am Mes­sum­former angebracht.

Gegenüber dem Zel­len­wider­stand über die Mem­brane stellt der Iso­la­tor einen hochohmi­gen Wider­stand dar und ver­hin­dert damit einen Poten­tialaus­gle­ich über das Meßsys­tem. Je nach Aus­führung ist entweder ein Iso­la­tor am Füh­ler oder zusät­zlich am Mes­sum­former noch ein zweiter Iso­la­tor angebracht.

Zusät­zliche Iso­la­tion­s­maß­nah­men des Füh­ler­flan­sches bzw. der Kap­il­lare ermöglichen die Mon­tage des Sys­tems im Freien, d.h. beseit­i­gen Prob­leme die z.B. durch Regen­wasser entste­hen können.

Bild 2 zeigt die Aus­führung eines Füh­lers mit Iso­la­tor für die Mon­tage im Freien.
Zur Ver­hin­derung von Kriech­strö­men sind Füh­ler und Iso­la­tor zusät­zlich nochmals durch ein Kun­st­stof­fge­häuse geschützt.
Als Mem­bran­werk­stoff für die Füh­ler wer­den Tan­tal bzw. Hastel­loy C® ange­boten. Der Anbau der Füh­ler erfolgt an han­del­sübliche Messumformer.

Bei Rück­fra­gen wen­den Sie sich bitte an uns. Wir beraten Sie gerne!